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Die kroatische Küstenstadt ist zur gefragten Filmkulisse avanciert. Wie ist da noch ein Alltag möglich?
In ein, zwei Stunden gehört Dubrovnik wieder Menschen aus der ganzen Welt. Aber jetzt, während der ersten Sonnenstrahlen, gehört es denen, die noch darin leben. In ein, zwei Stunden werden ein paar tausend Leute ins Innere der Stadtmauern strömen. Ein Kreuzfahrtschiff kam heute schon in den Hafen, ein zweites ist unterwegs.
Auf der Stradun, der breitesten Straße, die durch die Altstadt von Dubrovnik führt, vertausendfacht sich die Sonne auf den nassen Pflastersteinen. Sie haben denselben warmen Beige-Ton wie jedes einzelne der Gebäude hier. Um zwei Uhr früh begannen Stadtbedienstete damit, die Straßen zu waschen. Jetzt parken weiße Transporter voll Gaskartuschen und Bierfässern vor Lokalen. Briefträger liefern Pakete aus, Frauen in High Heels und Männer mit Aktenkoffern betreten imposante Paläste.
Jahrzehntelang kümmerte sich die Verwaltung um Zahlen statt um Bürger und lockte Touristen, Investoren und Sponsoren in die ›Perle der Adria‹. Dank enger Kooperation mit internationalen Firmen und Zuckerln für die Filmindustrie wurde die Kommerzialisierung der Stadt vorangetrieben. So weit, dass sie aufhörte, eine Stadt zu sein. Und stattdessen begann, eine Marke zu werden.
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In den Granitminen Burkina Fasos arbeiten immer noch Kinder. Lokale Initiativen versuchen sie in die Schulen zu bringen – können aber nicht alle retten.
Der österreichische Mäzen Peter Pühringer will ein Schweizer Dorf zum internationalen Zentrum für Musik, Kulinarik und Neurologie machen und gibt dafür Millionen aus. Gleichzeitig kürzt er in Österreich sein Kultursponsoring massiv.
Pflegekräfte aus dem Ausland sollen den Personalmangel im Gesundheitssystem lindern. Zuvor müssen sie allerdings eine Reihe von Hürden nehmen. Die Sprache ist nur eine davon.