Ein Tag am Tiger-Trail in Laos

DATUM Ausgabe Oktober 2016

Wir gehen los. Fünf westliche Städter, zwei laotische Profis. Auf den Tiger-Trail-Touren gibt es keine Tiger, dafür einen Trail. Der Pfad ist steil und schlammig, Rutschgefahr. ›Wir nennen das laotisches Skifahren‹, sagt Tourführer Tony und lacht.

Wir stapfen durch leuchtendgrünes Dickicht. Eine Französin, eine Italienerin, die Amerikanerin Katie und ihr Freund Greg, der schon nach einer halben Stunde sein weißes Leiberl durchgeschwitzt hat. Die beiden wollen demnächst von New York nach Seattle ziehen, weil es dort grüner sei. First World Problems in Laos. Das Land liegt zwischen Thailand und Vietnam. Bei knapp sieben Millionen Einwohnern ist es in der Fläche dreimal so groß wie Österreich und, nimmt man das BIP pro Kopf, etwa 14-mal ärmer.

Unser Führer Tony ist ein drahtiger Mann Mitte zwanzig, die Kappe trägt er verkehrt, er lacht viel. Tonys Tiger-Trail-Kollege Thong lacht heute seltener. Ein paar der Hühner, die er vor seinem Haus hält, sind gestern verschwunden. Thong, ein Familienvater mit Bäuchlein, wird heute noch sehr oft sagen, wie glücklich er über seinen Job als Reiseführer ist.

Den gesamten Artikel finden Sie in der
Oktober-Ausgabe (2016) von DATUM. Und bis zu 50% vom Trafikpreis sparen.