›Glock means death‹

Mehr als zwei Jahre arbeitete Eva Hausberger an einer Doku über die berüchtigtste Pistole der Welt. Was macht das mit einem Menschen?

Text und Fotografie:
Eva Hausberger
DATUM Ausgabe Dezember 2017

›There is a demon living in this pistol‹, antwortet Eric knapp auf unsere Frage, was er über die Glock-­Pistole zu erzählen habe. Dann setzt er sich mit kräftigen Schwüngen in Bewegung. Eric sitzt im Rollstuhl. Seit ihn eine Kugel in den Rücken getroffen hat, ist er gelähmt. ›Zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen‹, sagt er und zuckt mit den Schultern, als wäre das in Chicago das Normalste der Welt.

Wir haben Eric begleitet, mit der Kamera. Im Jahr 2013 beschließt mein Freund Fritz einen Film über die Glock-­Pistole zu drehen. Er war während seiner Reisen durch Kriegs- und Krisengebiete immer wieder auf die österreichische Pistole gestoßen und wunderte sich, wie einseitig die Berichterstattung in seiner Heimat ist. Wir begannen gemeinsam zu recherchieren. Die österreichische Berichterstattung ist irritierend freundlich. Hauptsächlich liest man von Glock in der Boulevardpresse und das Bild, das von ihr gezeichnet wird, ist stets ­glamourös. Das Unternehmen lädt zu kostspieligen Reit­sportveran­staltungen ins malerische Kärnten, lässt dafür teure Stars einfliegen und vergibt überdimensionale Schecks an karitative Einrichtungen. Kritische Berichterstattung ist erstaunlich überschaubar. Interviewanfragen werden in der Regel abgelehnt, auch unsere. Journalisten, die die dunkle Seite des Unternehmens beleuchten, müssen fürchten, vom millionenschweren Konzern verklagt zu werden.

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