Ich, Sebastian Kurz

Acht Jahre in der Regierung, 17 Monate Kanzler: Was wir bisher über Sebastian Kurz gelernt haben.

·
Illustration:
M. Ali Ziaei
DATUM Ausgabe Juni 2019

Um 16.14 Uhr ist alles vorbei. Das Kabinett Sebastian Kurz I ist am 27. Mai 2019 Geschichte. Der Nationalrat hat ihm mehrheitlich das Vertrauen entzogen. Der ÖVP-Chef erhebt sich und verlässt, gefolgt von allen Mitgliedern seiner Regierung, wie im Gänsemarsch den Plenarsaal. Mit einem Lächeln. Für eine Regierung, für eine Regierungspartei ÖVP, die 17 Monate lang für die Perfektion ihrer ­politischen Inszenierungen bewundert oder heftig kritisiert worden war, ist das Ende in diesem Moment verblüffend unspektakulär. Fast beiläufig, wie keine ihrer Aktionen bisher. 

Zuvor verfolgte Kurz die Debatte mit meist unbewegtem Gesicht. Nur ein Lächeln dann und wann. Nur ein kurzes Kopfschütteln hie und da. Ein suchender Blick in die Reihen seiner ÖVP-Fraktion, wie Bestätigung heischend. Ein paar Worte auch mit seiner Vertrauten, Umweltministerin Elisabeth Köstinger wechselnd, den dazwischen sitzenden Vier-Tage-Innenminister Eckart Ratz ignorierend. Die Aktie der Ich-AG Sebastian Kurz ist an der politischen Börse Österreichs an diesem Tag abgestürzt.

Buch Icon

Wörter: 2198

Uhr Icon

Lesezeit: ~12 Minuten

Diesen Artikel können Sie um € 1,50 komplett lesen.

Feedback

Gerne lesen wir Ihr Feedback und würden Sie bitten uns mitzuteilen, was wir bei der Bezahlfunktion besser machen können.

Ich, Sebastian Kurz

Diesen Artikel können Sie um € 1,50 komplett lesen.

Die Bezahlung erfolgt via PayPal.
Nach Bezahlung ist der Artikel 48 Stunden für Sie verfügbar.

Genießen Sie die Vorteile eines DATUM-Printabos
und wählen Sie aus unseren Abo-Angeboten! Und Sie erhalten DATUM zehn Mal im Jahr druckfrisch zugesandt.