Aufruhr im Rauchtal

Wem gehört das Grünland? In Vorarlberg ringen Anrainer, Industrie und Politik um eine Antwort.

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Fotografie:
Leo Forte
DATUM Ausgabe April 2019

Es ist der 24. Oktober 2018. Christoph Aigner, 54, stapft den durchnässten, erdigen Schotterweg entlang. Er blickt auf, 200 Meter entfernt steht der Dosenproduzent, dahinter das blaue Firmenschild, ›BALL‹ steht darauf in weißen Lettern. Der Herbst lässt an diesem Tag die Landschaft in seinen ­kräftigsten Brauntönen schimmern. ›Das hier sind die kostbaren Böden‹, sagt der Mitbegründer der ›Initiative Ludesch‹. Kostbar darum, weil sie sehr humushaltig sind. Sie eignen sich bestens für den Acker- und Gemüsebau. Und weil dieser in Vorarlberg spärlich ist, sind diese Böden wie Juwelen. 

Eigentlich müsste Rauch Fruchtsäfte das auch so sehen: Saftig grüne Wiesen, eine alpine Gebirgskette in der Entfernung. So präsentiert das Unternehmen gerne seinRauchtal‹ im Internet. Im Zentrum steht ein Baum, an dem Bananen, Äpfel und Orangen wachsen. Red-Bull- Energy-Drinks wachsen dort nicht. Die füllt Rauch Fruchtsäfte im Auftrag von Red Bull in Widnau in der Schweiz und Nüziders in Vorarlberg ab. Auch dort erstrecken sich neben dem Produktionsbetrieb, in Ludesch, saftige Grün- und Ackerflächen. Wenn es nach Rauch und der Gemeinde geht, sollen diese aber Beton weichen.

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Wörter: 2599

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