›Leben ist eine Übung im Loslassen‹

Die Autorin führt Gespräche ›Auf Leben und Tod‹, diesmal mit Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche in Österreich.

DATUM Ausgabe Juli/August 2017

Saskia Jungnikl: Wann war Ihnen das erste Mal bewusst, dass es den Tod gibt?

Michael Bünker: Wie bei vielen Kindern war das bei mir in Zusammenhang mit Haustieren: Wir hatten eine Katze. Die hat Junge gekriegt, insgesamt waren das fünf kleine schwarze Kätzchen, die bei uns im Garten gespielt haben. Da brach ein Hund ein und hat sie alle getötet. Ich war damals so sechs Jahre alt und das zu sehen war für mich schrecklich. Auch die Trauer der Katzenmutter, die ihre Kleinen gesucht hat. Später dann innerhalb der Familie, der Tod meines Großvaters. Er ist an einem Ostermontag gestorben. Da kann ich mich erinnern, dass wir Enkel an sein Sterbebett gerufen wurden, ich war so 12 Jahre alt und ein bisschen überfordert. Aber es war auch ein guter Abschied. Er hat uns allen einen Maria-Theresien-Taler geschenkt, den habe ich immer noch. Meine Oma ist im Sommer darauf gestorben, bei uns zuhause. Meine Mutter hat sie gepflegt. Der Tod und Gespräche darüber waren bei uns sehr stark.

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