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Mein Mann und das Monster

Sandra Bachler lebt seit 40 Jahren mit einem alkoholkranken Partner. Wie viele Angehörige geriet sie in eine Co-Abhängigkeit, die sie an ihre Grenzen brachte.

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Illustration:
Daria Lada
DATUM Ausgabe Dezember 2025/Jänner 2026

In der Mitte eines hellen Raumes in einem Wiener Caritas-Bildungszentrum steht ein großer Tisch. Rund fünfzehn Menschen sind an diesem Novemberabend hierhergekommen und nehmen nun rundum Platz. Auf dem Tisch befinden sich eine Packung Schokokekse, ein Spendenkörbchen und einige laminierte DIN A4-Blätter, auf denen die Präambel der Anonymen Alkoholiker steht. Auch Sandra Bachler ist heute wieder dabei, sie besucht seit zehn Jahren jeden Montag die Meetings der Selbsthilfegruppe. Aber Sandra Bachler ist keine Alkoholikerin. An diesem Abend findet ein offenes AA-Meeting statt, an dem auch Angehörige teilnehmen können. 

Es ist Bachlers Mann Peter, der süchtig ist. Die 60-Jährige hat inzwischen gelernt, mit seiner Erkrankung umzugehen. Sie wirkt lebensfroh und selbstbewusst. Doch das war sie nicht immer. Die Krankheit ihres Mannes brachte sie oft an ihre Grenzen. Früher war sie häufig krank, fühlte sich wertlos und allein. Einmal stand sie kurz vor einem Burn-Out. ›Mehr als zwei Jahrzehnte der Verzweiflung‹ – so beschreibt Bachler diese Zeit. 

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