• Barbara Meindl Reisinger, Bundesparteichefin der österreichischen Partei NEOS in der Parteizentrale Wien

In seinen Schuhen

Die NEOS waren zwei Dinge: Matthias. Und Strolz. Was hat Beate Meinl-Reisinger nun vor?

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Fotografie :
Ursula Röck
DATUM Ausgabe September 2018

Die ›NEOSphäre‹, die Parteizentrale der NEOS, sieht genau so aus, wie man sich die Parteizentrale der NEOS vorstellt. Halbjunge Menschen in halbseriöser Kleidung wuseln durch das pink verzierte, offene Dachloft im siebten Wiener Gemeindebezirk. Es ist ein heißer Montag im August, die Stimmung ist hektisch. Beate Meinl-Reisinger bekommt schnell noch eine Suppe aus der Mikrowelle gereicht, Outfits zum Wechseln werden durch die Gegend getragen. In fünf Minuten soll ein Auto nach Krems aufbrechen, später am Abend wird das ORF-Sommergespräch aufgezeichnet. Es ist Beate Meinl-Reisingers erster großer Fernsehauftritt, seitdem sie Parteichefin ist.

Ein paar Wochen zuvor steht sie grinsend auf der Bühne der Wiener Stadthalle und hält einen Blumenstrauß in die Höhe. Es ist ihr persönlicher Moment des Triumphs. Mit 94,7 Prozent wird Meinl-Reisinger zur Parteivorsitzenden gewählt, im September wird die 40-Jährige auch das Amt der Klubobfrau übernehmen. Damit steht sie an der Spitze einer Partei (›Bewegung‹, würden die NEOS sagen), die sie mitaufgebaut hat. Und jetzt?

Man kann Meinl-Reisingers Geschichte auf verschiedene Arten erzählen. Man kann sie erzählen als Geschichte eines ambitionierten politischen Menschen, der irgendwann aus der dritten in die zweite, schließlich in die erste Reihe tritt. Man kann sie erzählen als Weg einer Frau in einer männlich geprägten Welt, die härter arbeitet als die Menschen um sie herum. Und man kann sie natürlich als die Geschichte erzählen, wie die ÖVP einen Teil des bürgerlichen Lagers verlor.

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Wörter: 2377

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