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Jeder spürt es, viele begreifen es, kaum einer kann das Smartphone weglegen. Ist es zu spät für den Entzug?
Wer gibt schon gerne zu, dass er auf den roten Like-Regen hofft. Dass er sehnsüchtig wartet, bis er sich über dem Ego ergießt, sich schmeichelnd anschmiegt. Wer gibt schon gerne zu, dass er dafür anderen bereitwillig Aufmerksamkeit verweigert, Präsenz bei persönlichen Gesprächen, im Café, beim Abendessen oder bei Festen.
Zu Silvester, zum Beispiel. Mein Bier schmeckte abgestanden. Irgendjemand hatte einen Witz gemacht, alle lachten, ich weiß nicht worüber. Wir sind endlich auf der verschneiten Skihütte auf eintausendfünfhundert Höhenmetern, auf der meine Freunde und ich schon immer Neujahr verbringen wollten. Während ich in meiner virtuellen Parallelwelt versunken war, Bilder auf Facebook gepostet, Likes empfangen habe, ist die Party weitergegangen. Ich war da und war nicht da.
Dem Mann, der die ambivalenten Glücksgefühle ermöglicht hat, dem Erfinder des Like-Buttons, geht es mittlerweile ähnlich. ›Die Vorstellung, dass Smartphones unsere Aufmerksamkeitsspanne verringern, finde ich furchteinflößend‹, sagt Justin Rosenstein in einem Video-Telefonat. Rosenstein, ein freundlicher Mittdreißiger, Lockenkopf mit Zahnlücke und Bart, lebt in der IT-Hochburg San Francisco. Er programmiert, seit er ein kleiner Bub war, zuerst Computerspiele, später für die größten Technik-Konzerne der Welt: Google und Facebook.
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Der österreichische Mäzen Peter Pühringer will ein Schweizer Dorf zum internationalen Zentrum für Musik, Kulinarik und Neurologie machen und gibt dafür Millionen aus. Gleichzeitig kürzt er in Österreich sein Kultursponsoring massiv.
Pflegekräfte aus dem Ausland sollen den Personalmangel im Gesundheitssystem lindern. Zuvor müssen sie allerdings eine Reihe von Hürden nehmen. Die Sprache ist nur eine davon.