Wer erzählt unsere Geschichte?
Die österreichische Regisseurin Nora Friedel über die Narrative, die Mädchen und Frauen prägen – und über das Begehren, sie neu zu erzählen.
Die österreichische Regisseurin Nora Friedel über die Narrative, die Mädchen und Frauen prägen – und über das Begehren, sie neu zu erzählen.
Resilienz gilt als Schlüsselkompetenz der Gegenwart. Menschen sollen Krisen aushalten, Rückschläge verarbeiten und gestärkt aus ihnen hervorgehen. Doch was passiert, wenn diese Fähigkeit zur moralischen Erwartung wird?
Auf Einladung des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments reise ich nach Straßburg, um Ursula von der Leyens programmatischer Rede zur Lage der Union zu lauschen. Ist die Kommissionspräsidentin der Dramatik des historischen Augenblicks rhetorisch wie machtpolitisch gewachsen?
Maskulinität wird in liberalen Gesellschaften heute am liebsten gemieden. Rechtsextreme und andere Rattenfänger besetzen diese Leerstelle nur zu gern. Warum wir dringend wieder einen positiven Männlichkeitsbegriff brauchen.
In Österreich und Deutschland war Macht lange tabu – ein gefährliches Versäumnis. Heute wäre es an der Zeit, sie nicht den Bösen zu überlassen und endlich ihre jahrhundertealten Gesetze zu lernen. Oder gelten längst neue Regeln?
Der Höhenflug der Freiheitlichen ist auch das Ergebnis jahrzehntelanger Selbstverzwergung der politischen Mitte. Eine Warnung vor der verfrühten Flucht in die Resignation.
Der öffentliche Dienst leidet an vielen Krankheiten. Eine Rückbesinnung auf alte Ideale wird das Beamtentum nicht retten, aber sie kann helfen, bessere zu entwickeln.
Die Klimaproteste der ›Letzten Generation‹ erzeugen Ärger und Unverständnis. Warum wir gerade deshalb auf sie und ihre Botschaften achten sollten, lehrt uns die Sozialpsychologie.
Ob ein Text von Mensch oder Maschine stammt, wird immer schwerer zu erkennen. Kann ausgerechnet Künstliche Intelligenz dabei helfen?
Nach Jahrhunderten der Unterdrückung und der Ausbeutung haben die Menschen in der Ukraine erstmals das Gefühl, dass der Staat ihnen dient und Leben rettet.
Flüsse sind nicht nur Energieressourcen, sondern Lebensraum für eine Vielzahl von Arten, die unser Ökosystem im Gleichgewicht halten. Sie nur deswegen zu schützen, wäre aber zu kurz gedacht.
In Österreich fordert man statt Solidarität mit der Ukraine lieber Gewaltfreiheit. Der hiesige Vulgärpazifismus zieht die völlig falschen Lehren aus der Vergangenheit. Das muss nicht ewig gutgehen.
Österreichs Bevölkerung steht weiter hinter der Neutralität – auch oder gerade nach Russlands Krieg gegen die Ukraine. Für aktive Friedenspolitik gibt es dennoch genug Raum.
Depressionen und Suizid sind in unserer Gesellschaft immer noch Tabuthemen. Warum sich das im Sinne von Prävention und Heilung dringend ändern sollte.
Wien hat eine kleine, aber sehr lebendige jüdische Gemeinde. Wie sieht jüdisches Leben in Wien heute aus – und warum gibt es hier eigentlich gleich vier Oberrabbiner?
Als Renate H. schwer verletzt vor dem Haus ihrer Schwiegereltern liegt, glauben die Behörden an einen Suizidversuch. Erst im Krankenhaus kommen Zweifel auf. Die Geschichte einer Frau, die überlebt hat.
Der deutsche Ozeanograf Stefan Rahmstorf forscht seit Jahrzehnten zur Klimakrise. Ein Gespräch über Warnungen, die ignoriert werden, drohende Kipppunkte und darüber, warum ihn Donald Trumps erste Wahl zum Weinen brachte.
In Österreich erben immer weniger Menschen immer mehr. Warum zerbrechen daran so oft Familien? Und kann ein Erbstreit auch in einer Versöhnung enden?