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In Silivri ist es kalt

Der Onkel unserer Autorin, der Journalist Fatih Altaylı, saß im bekanntesten Gefängnis der Türkei ein, weil er Präsident Erdoğan bedroht haben soll. Seine Nichte besuchte ihn dort.

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Illustration:
Johan Keslassy
DATUM Ausgabe Mai 2026

Die Straße nach Silivri führt von Istanbul aus nach Westen. Sobald man das Zentrum hinter sich lässt, verändert sich die Landschaft. Die dicht stehenden Häuserblöcke der Stadt weichen offenen, trockenen Landstrichen. Nach eineinhalb Stunden Fahrt über eine Betonautobahn habe ich mein Ziel erreicht. Den Ort, an den ich niemals hinwollte.  

Früher war Silivri, ein Randbezirk Istanbuls am Marmarameer, für seine Küste und sein Essen bekannt; für sein Joghurt und die kleinen Fischrestaurants. Heute ist sein Name vor allem mit dem riesigen Hochsicherheitsgefängnis verbunden, das hier steht. Es ist das größte Gefängnis Europas. Ursprünglich für 11.000 Personen ausgelegt, war die Anlage laut dem Menschenrechtsausschuss des türkischen Parlaments zeitweise mit bis zu 23.000 Insassen belegt.

Der Komplex ist unübersehbar. Auf einer Fläche von über einem Quadratkilometer stehen neun Haftanstalten. Eine langgestreckte Ansammlung flacher, weißer Gebäude mit roten Dächern. Zäune in mehreren Reihen, Wachtürme und Busse mit leise brummenden Motoren. 

Es ist Juni 2025. Ich bin an diesem Tag nach Silivri gefahren, um meinen Onkel zu besuchen. Er sitzt hier für ein Verbrechen ein, das er nicht begangen hat: die angebliche Bedrohung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan.

Es gibt in der Türkei eine geläufige Redewendung, die viel über die Stimmung im Land aussagt – und auch über die Geschichte meines Onkels. Äußert jemand Kritik an der politischen Führung, bekommt man oft diesen Satz als Antwort: ›Silivri soğuktur‹ – Silivri ist kalt. Gemeint ist damit: Pass auf, was du sagst. Es kann schlimme Konsequenzen haben. 

Seit die politischen Inhaftierungen zugenommen haben, ist Silivri zu einem Symbol der Unterdrückung geworden – und dafür, wie schnell sich das Leben in der heutigen Türkei verändern kann.

Der Weg nach Silivri

Mein Onkel Fatih Altaylı, 63 Jahre alt, ist eine sehr bekannte Figur im türkischen Journalismus. Jahrzehntelang moderierte er ›Teke Tek‹, eine Fernsehsendung, die Politiker, Künstler und Wissenschaftler zusammenbrachte, um die zentralen politischen und gesellschaftlichen Fragen des Landes zu diskutieren. Spätabends ausgestrahlt und oft stundenlang laufend, erlaubte das Format ein ungewöhnliches Maß an Tiefe – gelegentlich bis zur Ermüdung. Manchmal schliefen sogar Gäste live in der Sendung ein. Eine ganze Generation wuchs mit den Wissenschaftssendungen meines Onkels auf, und viele Zuschauer, besonders außerhalb der großen urbanen Zentren, schrieben ihm, wie sehr er damit ihren Horizont erweitert hätte. 

Neben seiner Fernseharbeit schrieb mein Onkel Kolumnen für große Zeitungen und war bis zu seinem Rücktritt 2014 Chefredakteur der Tageszeitung Habertürk. Doch als es unter Erdoğan zunehmend schwieriger wurde, für klassische Medien zu arbeiten, ging er wie viele andere ins Internet und gründete einen unabhängigen Kanal auf Youtube. Aus einem einfachen Studio heraus begann er, die Geschehnisse des Tages zu kommentieren. Mit der Zeit erreichte der Kanal ein immer breiteres Publikum, zuletzt hatte er 1,7 Millionen Abonnenten, und wurde zu einer der meistgehörten unabhängigen journalistischen Stimmen der Türkei.

Rückblickend scheint es genau diese Kombination gewesen zu sein – redaktionelle Unabhängigkeit und ein wachsendes Publikum –, die ihn für die Mächtigen zunehmend unangenehm machte.

Am 20. Juni 2025 kommentiert mein Onkel während einer Live-Sendung eine Meinungsumfrage, der zufolge eine große Mehrheit der Befragten die Vorstellung ablehnt, dass Präsident Recep Tayyip Erdoğan lebenslang an der Macht bleibt. Mit Verweis auf die osmanische Geschichte sagt er, dass Herrscher, die die Unterstützung der Öffentlichkeit verloren hätten, zuweilen abgesetzt worden seien, manchmal sogar getötet.

In den Stunden danach beginnen bearbeitete Ausschnitte der Sendung in den sozialen Medien zu zirkulieren. Die Bemerkungen meines Onkels werden als direkte Drohungen gegen Erdoğan umgedeutet. Kurz darauf nimmt Oktay Saral, ein enger Berater des Präsidenten, ihn öffentlich ins Visier und deutet an, dass er bereits ›in Schwierigkeiten‹ sei. Keine zehn Stunden später wird mein Onkel Fatih Altaylı in Gewahrsam genommen.

Gefängnis Nr. 9

Einen Tag nach seiner Inhaftierung darf die Familie ihn besuchen. Deshalb stehe ich an diesem Junitag 2025 gemeinsam mit meiner Tante und meiner Cousine vor dem Hochsicherheitsgefängnis in Silivri. Nachdem wir am Eingang unsere Handys und Taschen abgegeben haben, warten wir auf den Bus, der uns tiefer in die Anstalt bringt. Katzen streifen frei auf dem Gelände herum, während die Menschen im Bus, alles Angehörige wie wir, Smalltalk führen, um die angespannte Stimmung zu überspielen. Eine Frau sagt, sie besuche ihren Mann, der dabei erwischt worden sei, unterhalb seiner Arbeitsstätte ein Drogengeschäft betrieben zu haben. ›Wenigstens weiß ich diesmal, wo er ist‹, sagt sie achselzuckend. Offenbar wurde er nicht zum ersten Mal verhaftet. Silivri ist voller solcher seltsamen, tragischen und manchmal düster-komischen Geschichten. Als der Bus ankommt, sehe ich, was außen auf dem Anzeigeschild des Fahrzeuges steht: ›Özgür Turizm‹ – Freiheitstourismus.

Die Passagiere steigen stationsweise aus, je nach den Vorwürfen gegen ihre Angehörigen. Die Gutgekleideten verlassen zuletzt den Bus, am Gefängnis Nr. 9.

Nr. 9 ist vermutlich die größte Ansammlung türkischer Denker und Dissidenten pro Quadratmeter. Aktivisten, Oppositionspolitiker, Schriftsteller, Akademiker – Unzählige sind durch diese Gänge gegangen, andere werden dort noch immer festgehalten und verbüßen Strafen, deren Ende sie nicht absehen können.

Zu ihnen gehören Menschenrechtsaktivisten wie Can Atalay oder Osman Kavala, die im Zusammenhang mit früheren Wellen des Widerstandes inhaftiert wurden. Auch der Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu wird hier festgehalten, zusammen mit Dutzenden Mitarbeitern der Stadtverwaltung. İmamoğlu galt seit Langem als der stärkste politische Herausforderer von Präsident Erdoğan. Nun aber wirft ihm die Staatsanwaltschaft insgesamt 142 Straftaten vor, darunter Korruption, Veruntreuung und Spionage. Oppositionspolitiker und Rechtsexperten sehen in der unverhältnismäßig breiten Anklage den gezielten Versuch, einen politischen Gegner auszuschalten. 

Nach İmamoğlus Festnahme am 18. März 2025 breiteten sich in der Türkei weitgehend friedliche Proteste aus. Zehntausende gingen auf die Straße. Was darauf folgte, war ein vertrautes Muster: Journalisten, die über die Proteste berichteten, wurden schikaniert oder misshandelt. Zusammengenommen markieren diese Entwicklungen eine der schwersten Einschränkungen der Pressefreiheit seit den Gezi-Park-Protesten 2013. In den darauffolgenden Wochen und Monaten wurden viele Journalisten, Aktivisten und Politiker festgenommen und nach Silivri gebracht – darunter auch mein Onkel.

Die Staatsanwälte beschuldigen ihn, den Präsidenten mit den Aussagen in seiner Sendung gemäß Artikel 299 des türkischen Strafgesetzbuches ›bedroht‹ zu haben, obwohl unabhängige Rechtsexperten darauf hinweisen, dass dieser Paragraf für unmittelbare physische Akte geschaffen wurde. Außerdem erließ der Radio- und Fernsehrat (RTÜK) eine formelle Warnung: Der Youtube-Kanal meines Onkels müsse innerhalb von 72 Stunden eine Lizenz für Internetrundfunk beantragen, die erforderlichen Unterlagen einreichen und die Lizenzgebühren im Voraus bezahlen, andernfalls drohe die Schließung. Die Forderung wurde von Experten weithin als ungewöhnlich wahrgenommen, da solche Auflagen normalerweise nicht auf individuelle Online-Kommentarkanäle angewandt werden.

Als wir das Gefängnis Nr. 9 erreichen, sagt man mir, dass ich nicht hineindarf, nur meine Cousine und meine Tante. Während ich warte, spreche ich mit den Anwälten. Von nun an, erklären sie, darf meine Familie meinen Onkel nur noch einmal pro Woche für eine Stunde durch eine Glasscheibe oder per Telefon sprechen, eine Szene, die mich an amerikanische Filme erinnert. Nur einmal im Monat ist ein Besuch ohne Trennscheibe erlaubt. Die Anwälte erzählen mir auch, dass sie meinem Onkel, weil es im Gefängnis keinen Herd gibt, einige Tipps gegeben haben, etwa wie man Marmelade in einem Wasserkocher macht. Ich weiß nicht, ob sie das tatsächlich ernst meinen oder scherzen. Es ist, als wäre ich in einem Roman von Gabriel García Márquez, in dem die Grenze zwischen Realität und Fantasie zunehmend verschwimmt.

Als meine Tante und Cousine zurückkommen, berichten sie, dass mein Onkel ihren Besuch auch dazu genutzt habe, um Vorschläge zu machen, welche Gäste man in der kommenden Woche in seine Sendung einladen könnte. Fatih Altaylı bleibt auch im Gefängnis Journalist. 

Vier Jahre, zwei Monate

Auch sein Kanal läuft weiter. Ein leerer Sessel ersetzt meinen Onkel von nun an auf dem Bildschirm. Über Briefe, die seine Anwälte übermitteln, verfasst er weiter täglich Kommentare, die sein Team auf dem Youtube-Kanal veröffentlicht. In seiner Zelle verfolgt er über einen Fernseher die laufenden politischen Entwicklungen in der Türkei und gibt seine Einschätzungen dazu ab. Und er schreibt über das Gefängnisleben. Eine der Sendungen wird mehr als 1,5 Millionen Mal angesehen. Meine Tante scherzt daraufhin, dass der leere Sessel mehr Publikum anzieht als mein Onkel selbst. Plötzlich scheint die ganze Türkei durch seine Worte hinter die Mauern von Silivri hineinzublicken. Seine Abwesenheit hat das Gefängnis sichtbarer gemacht als je zuvor.

Doch die Ungewissheit nagt an unserer Familie. Aus Tagen werden Wochen. Aus Wochen werden Monate. Wir können nicht einschätzen, wie lange seine Haft dauern wird oder ob er überhaupt freikommt.  Silivri wird Teil unseres Wortschatzes, unserer Routine. Mein Onkel und seine Tochter beginnen, bei ihren Besuchen Schach durch die Gitterstäbe zu spielen. Die Anwälte tragen jeden Zug zwischen ihnen hin und her. Schon bald machen es ihnen auch andere Gefangene nach. In Silivri wird gegen die Zeit angespielt. 

Im August gibt es endlich Neuigkeiten – allerdings keine guten. Gegen meinen Onkel wird ein zweites Verfahren eröffnet, diesmal wegen ›Verbreitung irreführender Informationen‹ in einer Sendung, die als Bedrohung der nationalen Sicherheit eingestuft wird. Eine Anhörung ist für den 3. Oktober 2025 angesetzt. Doch als der Termin näher rückt, wird die Anhörung verschoben. Der offizielle Grund ist ein Mangel an Beweisen. Ein neuer Termin wird auf den 26. November 2025 festgesetzt. Danach hört mein Onkel auf, Briefe aus dem Gefängnis zu schreiben. Seine Anwälte befürchten, dass das zu viel Aufmerksamkeit auf den Fall lenkt und ihm schaden könnte. Der Kanal sendet weiter, aber der Fokus verschiebt sich: Mehr Kultur- und Wissenschaftsprogramme, weniger Politik. 

Ende November wird mein Onkel zu vier Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt.

Das Imperium der Angst

Danach wendet er sich auf seinem Kanal an sein Publikum: ›Das gegen mich verhängte Urteil ist ein schweres Unrecht.‹ Er habe wenig Hoffnung, sagt er. ›Es ist klar, dass ich sehr viel Zeit auf einem Plastiksessel in einer kalten Zelle verbringen werde.‹ 

Özgür Öğret hat den Fall meines Onkels mitverfolgt, er ist Teil des Committee to Protect Journalists (CPJ), einer internationalen NGO, die sich weltweit für Pressefreiheit einsetzt. Öğret sagt: ›Wenn man sich die Gründe für seine Verhaftung und das anschaut, was er tatsächlich gesagt hat, wird klar, dass ein beträchtlicher Interpretationsaufwand nötig war, um eine »Drohung« gegen den Präsidenten zu konstruieren.‹

Der Fall meines Onkels ist keine Ausnahme. Daten des Committee to Protect Journalists zeigen, dass die Türkei während eines Großteils des vergangenen Jahrzehnts zu den Ländern mit der höchsten Zahl inhaftierter Journalisten gehörte. Obwohl das Land 2024 nicht mehr unter den ersten zehn war, spiegelt diese Verschiebung nicht notwendigerweise eine strukturelle Verbesserung wider. Laut ›Reporter ohne Grenzen‹ stand die Türkei im Index der Pressefreiheit 2024 auf Platz 159 von 180 Ländern.

›Keines der tief verwurzelten Probleme der Pressefreiheit in der Türkei ist gelöst worden‹, sagt Öğret. ›Wenn überhaupt, haben sich viele verschlimmert.‹ Die Strafen mögen kürzer sein als noch vor einigen Jahren, aber die Ungewissheit bleibe: ›Du gehst ins Gefängnis, du kommst heraus – aber endet es dort? Du lebst weiter mit der Frage, ob du wieder inhaftiert werden könntest.‹ 

Dieses Gefühl kennt auch Timur Soykan. Der türkische Investigativjournalist wurde im Vorjahr gleich zwei Mal verhaftet. Auch ihm wurde unter anderem vorgeworfen, ›irreführende Informationen‹ verbreitet zu haben. ›In deinem Kopf bildet sich eine Grenze. Du beginnst auszurechnen, was zu einer Inhaftierung führen könnte, und passt dich entsprechend an‹, sagt Soykan. Zensur wirkt nicht nur durch Verbote, sondern auch durch die Angst davor.

›Es gibt endlose Klagen. Wir bewegen uns ununterbrochen zwischen Gerichten und Polizeistationen‹, sagt Soykan.  Durch gerichtlich angeordnete Zugangssperren können Artikel außerdem innerhalb von Stunden aus dem Verkehr gezogen werden, oft ohne detaillierte Begründung. Nach und nach verschwinden so Teile des archivarischen Gedächtnisses des Journalismus.

Die Tradition des Widerstands

Ende Dezember 2025 entschied das Regionalgericht, meinen Onkel aus der Haft zu entlassen. Es begründete das mit fehlender Fluchtgefahr, dem Abschluss der Beweiserhebung und der Zeit, die er bereits in Haft verbracht hatte. Die Entscheidung kam unerwartet. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns bereits auf eine längere Abwesenheit eingestellt. Nach mehr als sechs Monaten in Silivri kehrte er nach Hause zurück.

Als Familie sind wir überglücklich, ihn wieder bei uns zu haben. In Zeiten wie diesen, wenn ein geliebter Mensch inhaftiert ist, werden auch die Nahestehenden tief davon berührt. Obwohl er nun frei ist und zu seiner Arbeit zurückkehren möchte, bleibt die Angst bestehen, ihn erneut zu verlieren.

In den ersten Monaten nach seiner Rückkehr hat die engere Familie deshalb die meiste Zeit miteinander verbracht, die Wiedervereinigung gefeiert und sich zugleich ein Stück weit von den Medien ferngehalten. Wir haben meinem Onkel geraten, nicht sofort wieder einzusteigen. Doch mit der Zeit wächst in ihm der Wunsch, wieder das zu tun, was er liebt – und erneut vor der Kamera zu stehen.

Als ich ihn frage, was sich in seiner Sicht auf das Leben durch seine Inhaftierung am meisten verändert hat, sagt er: ›Ich würde nicht behaupten, dass ich, nur weil ich etwa sieben Monate im Gefängnis verbracht habe, das Geheimnis des Lebens neu entdeckt hätte. So viel hat sich nicht verändert. Aber ich habe den Wert meiner Familie noch einmal tief verstanden – sie sind das Wichtigste.‹

Während er im Gefängnis war, hätten ihm Leser, Zuschauer und Bürger eine enorme Unterstützung entgegengebracht. ›Ich glaube, ein so intensiver und großer Zuspruch wurde nicht einmal Ekrem İmamoğlu zuteil. Denn dass ich dort war, wurde – abgesehen von einigen Fanatikern – von Menschen aller politischen Ansichten als ungerecht empfunden.‹ Selbst unter den Wählern der AKP, Erdoğans Partei, sei der Anteil derjenigen sehr hoch, die finden, dass ihm Unrecht getan wurde. Sogar Abgeordnete der AKP würden das so sehen. ›Um ehrlich zu sein: Ich fühle mich all diesen Bürgern gegenüber verpflichtet‹, sagt mein Onkel. ›Früher habe ich für mich selbst geschrieben. Jetzt erkenne ich, dass das eigentlich falsch war – ich schreibe für alle.‹

Um ihn herum setzen andere ihre Arbeit auf eigene Weise fort. Einige, wie Timur Soykan, bleiben im Land, andere senden aus dem Exil weiter. Viele neue und unabhängige Stimmen erscheinen auf Youtube und anderen Plattformen. ›Journalisten in der Türkei mussten immer einen Preis bezahlen‹, sagt Soykan. ›Aber es gibt auch eine starke Tradition des Widerstands.‹ Die Inhaftierten schreiben, veröffentlichen und halten weiter an ihrer Rolle fest. ›Man kann die Wahrheit unterdrücken, sie verzögern, sie verzerren‹, sagt Soykan. ›Aber man kann sie nicht auslöschen.‹ •

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