Neulich hat Margarete Stokowski auf Blue-sky, dem Centralsocialmedium der Intelligenz, die Hypothese vertreten, die triste ökonomische Lage Berlins komme daher, ›weil wir einfach 20 % unserer Zeit irgendwelche Geräte entkalken müssen‹.
Die Idee, dass das Schicksal eines Volkes eine Funktion der (natur-)räumlichen Ausstattung seines Landes ist, nennt man Geodeterminismus. Er ist bei professionellen Geographen zirka so beliebt wie die Hufeisentheorie in der Politikwissenschaft, Precht in der Philosophie oder Pizza Hawaii in der Haubenküche.
Weil ich nun aber kein professioneller Geograph bin, habe ich über hartes Wasser viel nachgedacht und alsdann selbst eine Hypothese entwickelt: Könnte hartes Grundwasser dazu führen, dass die Menschen härter werden? Dass sie ihre Härte womöglich zeigen, womöglich in der Musik durch Heavy Metal?
Nun: Ja. Praktisch alle der 30 wichtigsten Herkunftsorte von österreichischen Heavy-Metal-Bands liegen in Gegenden mit 🔴 hartem (über 16 °dH) oder zumindest 🟠 ziemlich hartem (10–16 °dH) Wasser, bei 🔵 weicherem Wasser kann das Genre schwerlich gedeihen. •
Karte: Umweltbundesamt im Auftrag d. BMLUK, Oberflächennahe Grundwasserkörper, 2026, Lizenz: CC-BY 4.0. Härte der Grundwasserkörper: Umweltbundesamt auf der Basis der Hydrochemischen Karte Österreichs 2017. Bands: Encyclopaedia Metallum (nur Einzelnennungen).